Die Zukunft auf
Lang-, Mittel- und Kurzwelle ???
So euphorisch klang es im Jahr 2004, als ich der DRM-Technologie einen kleinen Platz auf meiner Homepage einräumte:
...DRM
-Digital Radio Mondiale- ist eine neue Sendetechnologie, die digitales Radio auf
die Rundfunkbänder unterhalb von 30 MHz etablieren soll. Kurz gesagt sind dies
alle Kurz-, Mittel- und Langwellenbänder.
Mit dieser Übertragungstechnik sollen künftig die allgegenwärtigen Störgeräusche
in diesen Bereichen der Vergangenheit angehören und es wird eine Sendequalität
erreicht, die annähernd an das UKW-Niveau herankommt (allerdings nur in Mono).
Dies stellt angesichts der hoffnungslos überbelegten Ultrakurzwelle eine echte
Alternative dar und wird den oft totgesagten AM-Bereichen eine Renaissance
bescheren. Erste Versuche mit DRM konnte man auf der Funkausstellung 2001
bewundern. Bereits dort wurde der Beweis angetreten, dass eine mit
DRM-Technologie ausgestattete Sendestation mit dem Bruchteil der Sendeleistung
eines analogen MW-Senders auskommen und trotzdem den gleichen Bereich (und mehr)
versorgen kann...."
Zugegeben, die
Skeptiker haben schon seinerzeit, als ich diese Rubrik hier aufnahm, lange
gemutmaßt, das Projekt DRM drohe, in den Sand gesetzt zu werden. Doch die
Vorfreude auf das, was dereinst einen positiven Schub in die Radiolandschaft
bringen sollte, drängte erst einmal jegliche Skepsis beiseite. Heutzutage kann
man die Entwicklung im Bereich DRM aber schlicht als Desaster bezeichnen. Das
einzig Gute an diesem Desaster ist, dass es weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit
stattfindet.
Ich habe mich
deshalb dazu entschlossen, diese Rubrik künftig nicht weiter zu pflegen.
Wer trotzdem mehr über das Projekt DRM wissen möchte, sei auf die Web-Site www.drm.org verwiesen.
Einen aktuellen Sendeplan findet ihr unter www.drm-dx.de.
Frankfurt, im Februar 2007 (nochmals kritisch im März 2009 und April 2012 beäugt und die "Entwicklung" immer noch für zutreffend befunden)